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Ratgeber · Berufsmaturität · BM1 · BM2

Berufsmaturität: BM1 oder BM2, Aufnahme und Ausrichtungen

·3 Min Lesezeit

Was ist die Berufsmaturität?

Die Berufsmaturität kombiniert das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) mit einer erweiterten Allgemeinbildung. Sie ermöglicht den prüfungsfreien Zugang zu einem Fachhochschul-Studium (SBFI). Den Unterricht bieten die Berufsfachschulen an. Die Berufsmaturität kann entweder während oder nach der beruflichen Grundbildung absolviert werden. Man spricht von BM1 (während der Lehre) und BM2 (nach der Lehre).

BM1: während der Lehre

Die BM1 beginnt nach der obligatorischen Schule parallel zur Lehre und dauert nach Angaben von berufsberatung.ch drei oder vier Jahre, gleich lang wie die berufliche Grundbildung. Du hast zusätzlich zur Berufsfachschule ein bis eineinhalb weitere Schultage pro Woche.

Die Basler Berufsberatung nennt als Argumente: direkt ins Berufsleben einsteigen, Geld verdienen, praktisches und theoretisches Wissen verknüpfen und bereit sein, weitere Stunden in den Berufsmaturitätsstoff zu investieren.

BM2: nach der Lehre

Die BM2 beginnt nach dem Lehrabschluss. In Vollzeit dauert sie nach berufsberatung.ch ein Jahr, in Teilzeit 1.5 bis 2.5 Jahre. Berufsberatung.ch nennt als Aufnahmebedingungen Zeugnisnoten und/oder Zulassungsprüfungen. Die genauen Bedingungen legt der Kanton fest.

Alternative: Wirtschafts- und Informatikmittelschule

Berufsberatung.ch führt zudem die Handels- bzw. Wirtschaftsmittelschule (HMS/WMS) auf. Sie dauert vier Jahre ab der obligatorischen Schule und enthält die kaufmännische Grundbildung zusammen mit der Berufsmaturität. In Basel gibt es eine Wirtschaftsmittelschule (WMS) für Kaufleute EFZ und eine Informatikmittelschule (IMS) für Informatiker EFZ. Beide dauern dort drei Jahre in der Schule plus ein Praktikumsjahr im 4. Jahr (Basel-Stadt). Das Modell ist nicht in allen Kantonen gleich.

Die Ausrichtungen

Die Ausrichtung der Berufsmaturität ist normalerweise mit dem erlernten Beruf verwandt (SBFI). Es gibt fünf Ausrichtungen:

  • Technik, Architektur und Life Sciences
  • Natur, Landschaft und Lebensmittel
  • Wirtschaft und Dienstleistungen
  • Gestaltung und Kunst
  • Gesundheit und Soziales

Aufbau des Unterrichts

Der Berufsmaturitätsunterricht besteht laut berufsberatung.ch aus einem Grundlagenbereich mit allgemeinen Fächern, einem Schwerpunktbereich und einem Ergänzungsbereich, dazu kommt interdisziplinäres Arbeiten (Projekt). Der Unterricht bereitet auf das Bachelorstudium an einer Fachhochschule vor.

Und danach? Fachhochschule und Universität

Mit der Berufsmaturität gibt es den prüfungsfreien Zugang zu Fachhochschulen (SBFI). Wer an eine Universität, die ETH oder eine Pädagogische Hochschule will, absolviert zusätzlich die einjährige Passerelle («Berufsmaturität/Fachmaturität – universitäre Hochschulen»). Zusammen mit dem Berufsmaturitätszeugnis öffnet sie den Zugang zu allen schweizerischen universitären Hochschulen und allen Studienrichtungen (SBFI).

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen BM1 und BM2?

Die BM1 läuft parallel zur Lehre (drei oder vier Jahre, ein bis eineinhalb zusätzliche Schultage pro Woche). Die BM2 folgt nach der Lehre: ein Jahr in Vollzeit oder 1.5 bis 2.5 Jahre in Teilzeit (berufsberatung.ch).

Welche Ausrichtungen gibt es?

Technik, Architektur und Life Sciences; Natur, Landschaft und Lebensmittel; Wirtschaft und Dienstleistungen; Gestaltung und Kunst; Gesundheit und Soziales (SBFI).

Brauche ich eine Aufnahmeprüfung für die Berufsmaturität?

Das hängt vom Kanton ab. Berufsberatung.ch nennt Zeugnisnoten und/oder Zulassungsprüfungen als Bedingungen.

Kann ich mit der Berufsmaturität an die Universität?

Ja, mit der einjährigen Passerelle. Sie öffnet zusammen mit dem Berufsmaturitätszeugnis den Zugang zu allen universitären Hochschulen (SBFI).

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Quellen

Zugegriffen am 7. Oktober 2026. Falls eine Quelle aktualisiert wurde, schreibe uns auf info@bestanden.ch.