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Phasen · Förderung · Selbstwirksamkeit

Entwicklung begleiten — Lebensphasen und Förderung verstehen

FaBe begleiten Menschen in unterschiedlichsten Lebensphasen: Säuglinge bei der Bindungsentwicklung, Vorschulkinder beim Schrifterwerb, Erwachsene mit Beeinträchtigung in der Selbstbestimmung, alte Menschen im Abschied. 'Entwicklung begleiten' heisst, die jeweilige Phase und ihre Aufgabe zu erkennen und passend zu unterstützen.

Geprüft werden konkret: die Entwicklungsstadien nach Piaget (kognitiv), Erikson (psychosozial, 8 Phasen), Bowlby/Ainsworth (Bindung), Resilienz nach Werner/Wustmann; im Alter die GDS-Demenzstadien (Reisberg) und die ATL nach Juchli; bei Beeinträchtigung die ICF-Klassifikation (WHO) als Ersatz für den Defizit-Blick.

Auf FaBefit übst du Entwicklungs-Begleitung an konkreten Praxis-Fällen: ein 4-Jähriger will sich selbst die Schuhe binden (Initiative vs Schuld nach Erikson), eine 87-jährige ehemalige Schneiderin sitzt apathisch im Aufenthaltsraum (biografisches Anknüpfen nach Böhm), ein 22-Jähriger mit Trisomie 21 möchte in der Werkstatt arbeiten (SMART-Förderziel nach ICF). Mit Lösungsweg und Theorieverweis.

Das musst du können

  • Piaget — vier kognitive Stadien (sensumotorisch, präoperational, konkret-operational, formal-operational)
  • Erikson — psychosoziale Konflikte: Urvertrauen vs Misstrauen, Autonomie vs Scham, Initiative vs Schuld, Werksinn vs Minderwertigkeit
  • Bindungstheorie (Bowlby/Ainsworth): vier Bindungsmuster und ihre Konsequenz für die Betreuung
  • Berliner Eingewöhnungsmodell (INFANS) — Grundphase, erste Trennung, Stabilisierung, Schluss
  • Resilienz (Werner): Schutzfaktoren stabile Bezugsperson, Selbstwirksamkeit, soziale Einbindung
  • GDS-Demenzstadien (Reisberg, 7 Stufen) und altersgerechte Anpassung der Begleitung
  • ICF-Modell (WHO): Behinderung als Wechselwirkung Person × Umwelt, nicht als Defizit
  • SMART-Förderziele formulieren, PDCA-Zyklus für Förderplan

Beispielaufgaben

8 Aufgaben aus dem Archiv
Multiple ChoiceNiveau 2/5

Ab wann ist die vorliegende Wegleitung zum Qualifikationsverfahren FaBe gültig?

  1. A1. September 2023
  2. B1. September 2015
  3. C1. Januar 2015
  4. D16. Juni 2005
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Multiple ChoiceNiveau 3/5

Wie ist die schriftliche Berufskenntnisprüfung FaBe in Position 1 und 2 gewichtet?

  1. APosition 1 (HKB A–D): 50 % | Position 2 (HKB E–F): 50 %
  2. BPosition 1 (HKB A–D): 60 % | Position 2 (HKB E–F): 40 %
  3. CPosition 1 (HKB A–D): 70 % | Position 2 (HKB E–F): 30 %
  4. DPosition 1 (HKB A–D): 30 % | Position 2 (HKB E–F): 70 %
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Richtig / FalschNiveau 2/5

Eine Einwilligung ist nur gültig, wenn sie nach angemessener Information freiwillig für bestimmte Bearbeitungen erteilt wird.

RichtigFalsch
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Richtig / FalschNiveau 2/5

Ein Säugling kann zu mehreren Personen eine eigenständige Bindung aufbauen.

RichtigFalsch
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Richtig / FalschNiveau 2/5

Ein Spüllappen, der im Schonwaschgang bei 40 Grad gewaschen wird, gilt als hygienisch gereinigt.

RichtigFalsch
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Multiple ChoiceNiveau 2/5

Welche drei Elemente nennt der Bildungsplan als Grundlage professionellen Handelns in der Handlungskompetenz a1?

  1. ADiagnosestellung, Therapieplanung und Dokumentation
  2. BBerufsrolle, Datenschutz und Schweigepflicht
  3. CMarketing, Verkauf und Kundenbeziehung
  4. DBudgetierung, Personalplanung und Qualitätskontrolle
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Multiple ChoiceNiveau 2/5

Wie wird ein Fieberthermometer korrekt gelesen/dokumentiert?

  1. ANur die Uhrzeit aufschreiben.
  2. BDie Dokumentation ist unnötig und kostet nur Zeit.
  3. CNur den Wert ohne Methode und Zeit notieren.
  4. DMesswert mit Einheit (°C), Methode, Datum und Uhrzeit.
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Richtig / FalschNiveau 2/5

Die FaBe kann Partizipation auch dann fördern, wenn die betreute Person nur wenige Minuten konzentrationsfähig ist.

RichtigFalsch
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Häufig gefragt

Welche Phasen muss ich im QV sicher kennen?

Alle Piaget-Stadien (mit Altersfenstern), die ersten 4 Erikson-Phasen für Kita-Alter und die späteren für Erwachsene, die vier Bindungsmuster nach Ainsworth, die GDS-Demenzstadien Reisberg 1–7 (besonders 4–7 relevant in MIA), sowie das ICF-Modell für MMB.

Worin unterscheidet sich Förderung von Therapie?

Therapie ist heilkundlich (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie) und an Diagnose gebunden. Förderung ist alltagsintegriert und gehört zu den FaBe-Aufgaben — Sprachförderung im Znüni-Kreis, Bewegungsförderung beim Spaziergang, lebenspraktische Förderung beim Tisch-Eindecken.

Was ist ein gutes SMART-Förderziel?

Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Beispiel: 'Jonas (22 J., Trisomie 21) führt bis 30.9. nach Anleitung selbständig die fünf Schritte des Tisch-Eindeckens in der Werkstatt-Kantine aus.' Schlecht: 'Jonas soll selbständiger werden' — nicht überprüfbar.

Welches Eingewöhnungsmodell prüft das QV?

Primär das Berliner Modell (INFANS) — Grundphase 3 Tage mit Elternteil, erste Trennung Tag 4, Stabilisierungsphase, Schlussphase. Typische Dauer 1–3 Wochen. Das Münchener Modell wird oft als Variante erwähnt.

Warum 'Entwicklung' auch in MIA und MMB?

Entwicklung hört nicht im Erwachsenenalter auf — Erikson beschreibt sie als lebenslang. Im Alter sind Aufgaben wie 'Integrität vs Verzweiflung' relevant, bei Beeinträchtigung Selbstbestimmung und Empowerment. Begleitung heisst, die jeweilige Phasenaufgabe ressourcenorientiert zu unterstützen.